Idlorpait, Verlassene Siedlung in Kujalleq, Grönland
Idlorpait ist eine aufgegebene Siedlung in Kujalleq im Suden Grönlands, die sich an der Kueste befindet und von Meer umgeben ist. Der Ort liegt in einer Region mit rauen Bedingungen, wo kleine Hauser einst an den Hangen der fjordartigen Landschaft verteilt waren.
Der Ort wurde 1824 durch eine Missionarsiedlung der Herrnhuter gegruendet, die dort eine kirchliche Basis etablierten. Die Siedlung wuchs im 19. Jahrhundert und wurde später aufgegeben, als sich die Bewohner in andere Ortschaften der Region umsiedelteten.
Der Ort war lange Zeit ein wichtiger Punkt für die Walfangkultur und den Handel mit Robbenpelzen, was das alltägliche Leben der Bewohner prägte. Diese Verbindung zur Jagd und zum Meer ist bis heute in den Geschichten und Erinnerungen der Region lebendig.
Der Ort ist heute nur per Hubschrauber erreichbar und liegt weit weg von großen Siedlungen in einem schwer zugänglichen Gebiet. Eine Besichtigung setzt gute Planung und lokale Führer voraus, da der Ort völlig unbewohnt ist und keine Infrastruktur vorhanden ist.
1906 wurde hier Groenlands erste Schaffarm gegruendet, ein Versuch, Landwirtschaft in der arktischen Region einzufuehren. Dieses experimentelle Projekt blieb ein seltenes Beispiel fuer Anbauversuche in Groenlands Geschichte.
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