Istállós-kő-Höhle, Prähistorische Höhle in Szilvásvárad, Ungarn
Istállós-kői ist eine Höhle in 609 Metern Höhe an den Hängen des Bükk-Gebirges mit einem großen dreieckigen Eingang, der sich entlang einer geologischen Bruchlinie gebildet hat. Die Höhle erstreckt sich ins Berginnere und zeigt typische Karststrukturen mit Sedimentschichten, die Jahrtausende menschlicher Aktivität dokumentieren.
Archäologische Ausgrabungen im Jahr 1912 enthüllten Steinwerkzeuge, Keramikfragmente und Überreste prähistorischer Tiere wie Höhlenbären, Wollmammuts und Höhlenlöwen. Die Funde zeigen, dass die Höhle während verschiedener Zeitalter besiedelt war und menschliche Kulturen über lange Zeiträume hinweg Schutz in ihr suchten.
Die Höhle war in der Antike ein Opferplatz und diente später als Stall, was Aufschluss über menschliche Aktivitäten in der Region gibt. Der Name selbst bezieht sich auf diese historische Nutzung als Unterstand für Tiere.
Besucher erreichen die Höhle über einen steilen, serpentinenförmigen Fußweg von der Gloriette-Lichtung aus, wobei der Weg in der Nähe der Szalajka-Quelle beginnt. Die Wanderung erfordert mittlere körperliche Fitness, besonders aufgrund der Höhenunterschiede und des unebenen Geländes.
Die Stätte enthält Belege für die früheste bekannte Verwendung von Bogentechnik der Welt, demonstriert durch kleine Knochenpfeilspitzen aus etwa 40.000 Jahren. Diese Funde stellen manche unserer Annahmen über die technologische Entwicklung in der Steinzeit in Frage.
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