Einsiedlerhöhlen von Tihany, Mittelalterliche Mönchshöhlen in Tihany, Ungarn
Die Barátlakások sind künstlich in ein Basalttuffgestein gehauene Höhlen auf dem Óvár-Hügel in Tihany. Die drei Räume zeigen sorgfältig bearbeitete Innenwände und Bereiche, die für das religiöse Leben der Bewohner genutzt wurden.
Byzantinische Mönche schnitten diese Höhlen um das 11. Jahrhundert in den Fels, nachdem sie sich unter der Herrschaft von König Andreas I. in der Region niedergelassen hatten. Sie bewohnten diese künstlichen Kammern bis etwa zum 14. Jahrhundert.
Die Höhlen zeigen, wie Mönche hier beteten und lebten. Die Räume sind einfach gestaltet, mit Plätzen zum Beten und zum Schlafen, die direkt in den Fels geschnitten wurden.
Der Zugang erfolgt über zwei markierte Wanderwege vom nördlichen Ufer oder von der Árpád-Straße aus. Das Wandern auf beiden Routen braucht unterschiedlich viel Zeit und Anstrengung, wobei die eine Strecke steiler ist.
Bei Ausgrabungen 1984 wurden Überreste von mehreren Menschen gefunden, die zeigen, dass Mönche lange Zeit in diesen in den Fels gehauenen Räumen lebten. Diese Funde helfen zu verstehen, wie das tägliche Leben im Laufe der Jahrhunderte ablief.
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