Villa Romana Baláca, Römische Villa und historisches Museum in Nemesvámos, Ungarn.
Die Villa Romana Baláca ist das Zentrum eines römischen Gutshofs, den eine unregelmäßige Steinmauer um ein rund 9 Hektar großes Grundstück schließt; in der Mitte steht die Villa des Pächters, dazu kommen ein ummauerter Garten und weitere Gebäude unterschiedlicher Funktion. Der Bau begann Ende des 1. und Anfang des 2. Jahrhunderts; im 2. und 3. Jahrhundert entstand ein regelmäßiger rechteckiger Mittelbau, den auf drei Seiten ein teilweise beheizter Gang mit Terrazzoboden umgibt. Ein großes Tonmodell des Grundrisses hilft Besuchern, sich zwischen den nummerierten Gebäudeteilen zu orientieren.
Baláca war bereits im 18. Jahrhundert als römischer Fundort bekannt, doch die Ausgrabungen begannen erst 1906 unter Gyula Rhé und liefen bis 1926. Sie brachten Wandmalereien in Gelb-Violett, Rot und Rot-Schwarz sowie Mosaike mit Granatapfelbäumen und Fasanen zutage. Der Bau der Villa begann Ende des 1. Jahrhunderts, der rechteckige Mittelbau entstand im 2. und 3. Jahrhundert.
Die Mosaiken und Wandmalereien zeigen, wie wohlhabende Römer in dieser Region lebten und ihre Häuser schmückten. Man kann heute noch erkennen, wie aufwendig sie ihre Räume mit geometrischen Mustern und farbigen Steinen gestalteten.
Das Museum hat je nach Jahreszeit unterschiedliche Öffnungszeiten, daher sollte man sich vorher informieren, ob es an dem geplanten Besuchstag offensteht. Die Führungen helfen, die Räume und Funde besser zu verstehen.
Das Mosaik aus Raum 20 wurde 1925 in das Ungarische Nationalmuseum gebracht, während der große Mosaikboden aus Raum 31 an Ort und Stelle bleibt. Der Archäologe Rhé Gyula begann die Ausgrabungen 1906; später leitete Palágyi Sylvia die Arbeiten.
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