Kisstadion, Freiluftstadion in Budapest, Ungarn
Das Kisstadion ist eine Mehrzweckanlage in Budapest mit Sitzplätzen auf mehreren Ebenen. Das Gebäude fasst je nach Veranstaltungstyp unterschiedliche Besucherzahlen und bietet Infrastruktur für Sport und Musik.
Das Stadion wurde zwischen 1959 und 1961 errichtet und gehörte zu Ungarns Modernisierungsprojekten nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine Eröffnung markierte einen Meilenstein in der Infrastrukturentwicklung Budapests.
Die Anlage war Austragungsort der Europameisterschaften im Eiskunstlauf 1963 und der Basketball-Europameisterschaft der Damen 1964.
Das Stadion liegt an der Istvánmezei út 3–5 im XIV. Budapester Bezirk, erreichbar mit der Metro M2 oder Straßenbahn 1 bei Puskás Ferenc Stadion, Bus 7 bei Cházár András utca oder Trolleybus 75 bei Thököly út. Da es unüberdacht ist, läuft die Eissaison von Oktober bis März; eine mobile Eisfläche unter einem isolierten Zelt verlängert sie nun von September bis Juni, selbst bei +30 °C draußen.
Das Stadion hat gar kein Dach: Seine Breite von 90 Metern, mehr als die üblichen 55 bis 60 Meter, ist ein Planungsfehler, der jede Überdachung zu teuer machte, und die Vorhaben scheiterten wiederholt. Im November 2013 wurde ein temporäres isoliertes Zelt über Eisfläche und erste Zuschauerreihen gestellt, das Eisbetrieb von September bis Juni auch bei +30 °C außen erlaubt.
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