Aquincum, Römische archäologische Stätte in Budapest, Ungarn
Aquincum ist eine römische Ausgrabungsstätte im nördlichen Teil von Budapest, die militärische Bauten, öffentliche Anlagen und Thermenreste zeigt. Die Überreste erstrecken sich über mehrere Stadtteile und umfassen ein erhaltenes Aquäduktsystem, das einst große Teile der Siedlung versorgte.
Der Kaiser Trajan erhob die Garnisonsstadt im Jahr 106 zur Hauptstadt der Provinz Pannonia inferior. Über die folgenden Jahrhunderte wuchs die Siedlung zu einer zivilen Kolonie, die eine Brücke zwischen militärischen und bürgerlichen Funktionen schlug.
Die Gemeinde stand in direkter Verbindung mit zwei großen Thermen, die täglich öffentlich zugänglich waren und als soziale Treffpunkte dienten. Der Name stammt aus dem keltischen Vorgängerort und wurde von den römischen Bewohnern übernommen, als diese sich hier niederließen.
Das Museum auf dem Gelände zeigt Fundstücke aus den Grabungen, darunter gut erhaltene Mosaiken, Alltagsgegenstände und ein tragbares Bronzeorgan. Die Außenbereiche lassen sich zu Fuß erkunden, wobei Hinweisschilder die wichtigsten Strukturen markieren und Kontext vermitteln.
Neben den Ausgrabungen entdeckten Archäologen Werkzeuge und Münzstempel, die belegen, dass die Siedlung eigene Münzen prägte. Diese Prägeanstalt versorgte die Region mit Währung und trug zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Provinz bei.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.