Tábor-hegyi Cave, Natürliche Höhle im Tábor-Berg, Budapest, Ungarn.
Die Tábor-hegyi-Höhle öffnet sich auf 311 m Seehöhe an der steilen, felsigen Ostseite des Tábor-hegy im Budaer Gebirge. Sie ist nach der 2011 entdeckten Királylaki-Höhle die zweitlängste in Triasdolomit entstandene Höhle Ungarns. Ihre Gänge folgen einer geneigten tektonischen Störungsfläche: Eine Eingangsnische führt in einen etwa 5 m langen Raum, dann in einen 10 m langen Gang, daneben eine parallele, 12 m lange Spalte. Der Eingang ist mit einem Eisengitter versperrt.
Die Höhle liegt in flintführendem Triasdolomit entlang einer geneigten tektonischen Fläche. Nach Schreier Ferenc wurde der Dolomit an den Kreuzungspunkten tektonischer Brüche so zermahlen, dass eindringendes Wasser die Risse durch Korrosion zu Hohlräumen erweiterte. Horusitzky Henrik veröffentlichte 1913 eine erste kurze Beschreibung; im August 1919 vermaß Ottokár Kadić die Höhle mit Imre Som und zeichnete Grundriss, Längsschnitt und Querschnitt.
Die Höhle erscheint in der Literatur unter vielen Namen, darunter Óbudai-barlang, Hármashatárhegyi-barlang und Farkastoroki-barlang; die Bezeichnung Tábor-hegyi-barlang wurde erst 1976 verwendet. Ottokár Kadić vermaß sie im August 1919 mit Imre Som, unterstützt von der Höhlenforschungsabteilung des Touristenvereins Pannonia.
Am einfachsten ist der grün markierte Weg Ω (grüne Höhle) ab Erdőalja út: mit dem Bus 137 bis zur Haltestelle Erdőalja út 43, dann ein Stück zurück zur ersten Markierung. Von der Hármashatárhegyi út zweigt man beim Restaurant Fenyőgyöngye vom blauen Weg des Nationalen Blauen Wanderwegs auf die Fekete salak út mit grünem Kreuz ab, von der der grüne Ω-Weg ausgeht. Der Zugang erfordert eine Genehmigung der Direktion des Duna–Ipoly-Nationalparks; die Umgebung des vergitterten Eingangs ist vernachlässigt und vermüllt.
Die Höhle erscheint in der Literatur unter vielen Namen: Óbudai-barlang (1924), Hármashatárhegyi-barlang, Farkastoroki-barlang und Táborhegyi-sziklaüreg. Die Bezeichnung Tábor-hegyi-barlang wurde erst 1976 verwendet. Ottokár Kadić vermaß sie im August 1919 zusammen mit Imre Som, nachdem Imre Gábor Bekey ihm die Stelle gezeigt hatte.
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