Blinken Open Society Archives, Forschungsarchiv und Gemeindezentrum in Zentral-Budapest, Ungarn.
Die Blinken Open Society Archives sind ein Forschungsarchiv in Budapest, das einer Universität angeschlossen ist und Dokumente zur osteuropäischen Geschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufbewahrt. Das Archiv verfügt auch über einen öffentlich zugänglichen Bereich mit einer Bibliothek und Veranstaltungsräumen, die regelmäßig für Ausstellungen und Diskussionen genutzt werden.
Das Archiv wurde 1995 im Zusammenhang mit der Zentraleuropäischen Universität gegründet, kurz nach dem Ende des Kommunismus in der Region, als viele Organisationen begannen, ihre Bestände zu öffnen. Im Jahr 2015 erhielt es seinen heutigen Namen zu Ehren von Vera und Donald Blinken, die die Einrichtung über Jahre unterstützt hatten.
Die Archive enthalten Materialien von Radio Free Europe, einem Sender, der während des Kalten Krieges von außerhalb des Eisernen Vorhangs sendete und Menschen in Osteuropa Nachrichten brachte, die sie sonst nicht hören konnten. Diese Aufzeichnungen geben heute einen direkten Einblick in den Alltag und den Widerstand der Menschen jener Zeit.
Das Archiv befindet sich im Zentrum von Budapest und ist gut zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Für Besuche, die über einen einfachen Rundgang hinausgehen, empfiehlt es sich, die Nutzungsbedingungen im Voraus auf der Website zu prüfen, da für den Zugang zu bestimmten Beständen eine Akkreditierung erforderlich sein kann.
Das Gebäude, das das Archiv beherbergt, war ursprünglich ein Textillager aus dem Jahr 1911 und wurde in den 1980er Jahren als sogenannter Dollarshop genutzt, in dem Waren gegen Devisen verkauft wurden. Dieser Hintergrund macht das Gebäude selbst zu einem Zeugnis der Wirtschaftsgeschichte Ungarns im späten 20. Jahrhundert.
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