Szeged Town Hall, Neobarockes Rathaus in Szeged, Ungarn.
Das Szeged Rathaus ist ein Verwaltungsgebäude im Stil der Barockrevival in der Innenstadt mit aufwändigen Verzierungen und Säulen. Die Fassade zeigt geschnitzte Details und Kuppeln, die das klassische Erscheinungsbild prägen.
Das erste Rathaus wurde 1728 fertiggestellt und zwischen 1799 und 1805 nach Plänen von Vedres István neu errichtet. Im Juli 1849 beschloss das hier zweimal tagende Parlament die Gleichberechtigung der Juden und das Minderheitengesetz; am 5. August beobachtete Haynau die Schlacht von Szőreg vom alten Turm, wobei ihn eine ungarische Kanonenkugel fast traf und in der Mauer stecken blieb. Nach der Überschwemmung von 1879 wurde das Zentrum aufgefüllt und 1883 ein Stockwerk aufgesetzt; Lechner Ödön und Pártos Gyula gestalteten den Bau im eklektisch-neubarocken Stil um.
Die Wände des Gemeinderatssaals tragen Bildnisse von Königin Elisabeth, König Franz Joseph I., Kálmán Tisza und Lajos Tisza; das Deckenfresko zeigt Engel, die das Wappen von Szeged emporheben. Der Saal dient auch als Trauungszimmer, und stündlich spielt das Glockenspiel des Turms volkstümliche Melodien, darunter „Valahol a Volga mentén“.
Das Rathaus steht am Széchenyi tér 10 an der Hauptplatz der Stadt, und der Stadtrat tagt im Festsaal, der auch als Trauungssaal dient. Das Gebäude ist ein geschütztes Denkmal; vor einem geplanten Besuch im Inneren sollten die Öffnungsbedingungen geprüft werden.
Das Glockenspiel des Turms spielt stündlich populäre Melodien, darunter „Valahol a Volga mentén“. Babits Mihály, der seine Laufbahn in Szeged begann, verglich den Turm mit umlaufendem Balkon mit einer anmutigen Tänzerin, die ihre Spitze kokett trägt.
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