Chorazin, Archäologische Stätte im Nordbezirk, Israel
Chorazin ist eine archäologische Stätte im nördlichen Bezirk Israels mit freigelegten Ruinen aus schwarzem Basaltstein. Die Überreste erstrecken sich über mehrere Ebenen und umfassen Steinstrukturen, antike Straßen und Wohngebäude aus der römisch-byzantinischen Epoche.
Die Siedlung entstand im 3. Jahrhundert nach Christus und entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum während der talmudischen Periode. Eine Synagoge mit kunstvollen Steinmetzarbeiten zeigt die architektonischen Fähigkeiten dieser Zeit und ihre Verbindung zu religiösen Traditionen.
Die Überreste von Ritualbädern, Olivenpressen und verzierten Steinartefakten zeugen vom täglichen jüdischen Leben während der römischen und byzantinischen Zeit. Diese Fundstücke zeigen handwerkliche Techniken und religiöse Praktiken, die Besucher heute an den ausgegrabenen Standorten betrachten können.
Der Nationalpark öffnet täglich am frühen Morgen und schließt am späten Nachmittag, wobei geführte Besuche in mehreren Sprachen verfügbar sind. Das Gelände erfordert festes Schuhwerk und bietet Schattenbereiche zum Ausruhen während der Erkundung.
Archäologen entdeckten in der Synagoge eine seltene Medusenfigur aus Stein, die auf künstlerischen Austausch zwischen jüdischen Gemeinden und der griechisch-römischen Welt hinweist. Dieses ungewöhnliche Motiv erscheint trotz religiöser Einschränkungen gegen Götzenbilderei in diesem heiligen Raum.
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