Kafarnaum, Archäologische Stätte am See Genezareth, Israel
Kafarnaum ist eine Ausgrabungsstätte am Nordufer des Sees Genezareth in Israel, die eine antike Siedlung mit Synagoge und Wohnhäusern freilegt. Die Überreste liegen auf einem weitläufigen Areal entlang des Ufers, wobei ein Teil durch moderne Überdachungen geschützt wird und Besucher über erhöhte Stege durch die Ruinen gehen.
Die Siedlung entstand im 2. Jahrhundert vor Christus während der hasmonäischen Herrschaft und entwickelte sich zu einem Fischerdorf am See. Bewohner verließen den Ort spätestens im 11. Jahrhundert, lange bevor Kreuzfahrer die Region erreichten.
Der Ort trägt seinen Namen vom hebräischen Kfar Nahum, was Dorf des Nahum bedeutet, und liegt unmittelbar am Wasser mit Blick auf die Bucht. Fischer steuerten ihre Boote einst durch den kleinen Hafen an, der heute noch in seinen Grundzügen erkennbar ist und die enge Verbindung zwischen Siedlung und See zeigt.
Die Stege ermöglichen einen Rundgang über die gesamte Anlage, ohne die originalen Oberflächen zu betreten. Ein Besuch dauert meist zwischen einer und zwei Stunden, je nachdem wie lange man bei den einzelnen Bauten verweilt.
Ein ausgegrabenes Haus wurde später zu einer Kirche umgebaut und enthält Wandinschriften in mehreren Sprachen aus den ersten Jahrhunderten. Archäologen ordnen dieses Gebäude der Überlieferung nach Petrus zu, wobei die Graffiti religiöse Botschaften und Namen zeigen.
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