Korazim Plateau, Vulkanisches Plateau im Norden Israels.
Das Korazim-Plateau ist eine vulkanische Hochebene im Norden Israels, die zwischen dem Hulatal, dem See Genezareth, dem Berg Kanaan und dem Jordan liegt. Der Boden besteht hauptsächlich aus dunklem Basaltgestein, das dem Gelände ein unverwechselbares, raues Aussehen verleiht.
Archäologische Untersuchungen seit dem 19. Jahrhundert haben mehr als hundert antike Siedlungsstätten auf dem Plateau dokumentiert. Diese Funde belegen, dass die Region über sehr lange Zeiträume von verschiedenen Kulturen bewohnt wurde.
Auf dem Plateau liegt Chorazin, eine jüdische Siedlung aus der talmudischen Zeit, deren Ruinen aus schwarzem Basaltstein noch heute gut sichtbar sind. Die erhaltenen Überreste einer Synagoge aus dem 3. oder 4. Jahrhundert zeigen, wie das religiöse Leben der damaligen Gemeinschaft ausgesehen haben könnte.
Das Gelände ist uneben und an einigen Stellen steil, vor allem in der Nähe archäologischer Ausgrabungsstätten und Naturgebieten, daher sind festes Schuhwerk und ausreichend Wasser empfehlenswert. Die Höhenunterschiede können je nach Tageszeit und Jahreszeit zu starken Temperaturschwankungen führen.
Der Korazim-Plateau wird im Neuen Testament erwähnt, wo Jesus die Städte der Region wegen ihres Unglaubens tadelt, obwohl er viele Wunder in ihrer Mitte gewirkt hatte. Diese Passage hat dazu beigetragen, dass der Name der Region auch außerhalb Israels bekannt geblieben ist.
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