Bet ot ha-motsar ha-Yerushalmi, Kunstmuseum und Kulturerbestätte in Jerusalem, Israel
Das Bet ot ha-motsar ha-Yerushalmi ist ein Kunstmuseum und Kulturdenkmal in Jerusalem mit mehreren Ausstellungsräumen, die zeitgenössische Werke zu sozialen und politischen Themen zeigen. Die verschiedenen Galerien nutzen unterschiedliche künstlerische Mittel wie Installationen, Malerei und andere Medien, um ihre Inhalte darzustellen.
Der Steinbau entstand 1924–1930 für den Johanniterorden als Flügel des Saint-John-Augenspitals, entworfen vom britischen Architekten Clifford Holliday zusammen mit Zoltan Harmat, nachdem das Spital im Ersten Weltkrieg schwer beschädigt worden war. Ein Tunnel unter der Hebronstraße verband ihn mit dem Hauptflügel, heute das Mount-Zion-Hotel. Nach 1948 lag das Gebäude an der Waffenstillstandslinie brach; 1959–1964 nutzte es das Lehrerseminar für religiöse Lehrer, und im April 1969 eröffnete das Kunstzentrum, nachdem die Knesset 1963 das Gütezeichen „Jerusalemer Produkt“ gesetzlich verankert hatte.
Der Name stammt vom Qualitätssiegel „Jerusalemer Produkt“, das auf ein Gesetz der Knesset von 1963 zurückgeht; das Zentrum öffnete im April 1969, um das Siegel zu vergeben und Arbeiten damit auszustellen. Rund hundert Jerusalemer Künstler und Handwerker sind registriert, 25 davon mit Werkstätten im Obergeschoss, wo Glasblasen, Malerei, Bildhauerei, Judaica, Silberschmiedearbeit und Keramik zu sehen sind. Im Erdgeschoss wurde der „Armenische Raum“ 1925 vom Handwerker David Ohannessian mit armenischen Keramikfliesen ausgestattet.
Das Gebäude steht an der Hebronstraße am Rand des Ben-Hinnom-Tals, gegenüber dem Berg Zion. Die Räume im Erdgeschoss dienen der Ausstellung, die Räume im Obergeschoss sind Werkstätten, in denen die Künstler bei der Arbeit zu sehen sind. Die Zimmer umschließen einen offenen Innenhof, und ein unterirdischer Tunnel verband einst das Haus mit dem Krankenhausflügel auf der anderen Straßenseite.
Der Armenische Raum des Gebäudes wurde 1925 vom Handwerker David Ohannessian mit armenischen Keramikfliesen ausgestattet und zieht noch heute Liebhaber dieses Handwerks an. Ein Tunnel unter der Hebronstraße verband einst die beiden Flügel des Sankt-Johannes-Augenspitals und diente als Durchgang und als kühler Lagerraum.
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