Tur Shimon, Archäologische Stätte in den Judäischen Bergen, Israel
Tur Shimon ist eine archäologische Stätte in den Judäischen Bergen, die sich als Kegelvulkan etwa 600 Meter über dem Meeresspiegel erhebt. Die Bergformation bot frühen Siedlern natürliche Verteidigungsvorteile und war daher ein bevorzugter Ort für permanente Besiedlung.
Die Stätte entstand bereits in der zweiten Vorchristlichen Jahrhundert und war während der hellenistischen und römischen Epochen durchgehend besiedelt. Archäologische Feldarbeiten in den 1990er Jahren dokumentierten diese Besiedlungsphasen durch Keramikfunde und Baustrukturen.
Die früheren Bewohner von Tur Shimon betrieben große landwirtschaftliche Betriebe und produzierten wöchentlich 300 versiegelte Krüge mit Sommerprodukten.
Der Zugang erfolgt hauptsächlich vom südlichen Abhang über Fußwege, die von der regionalen Straße 3866 nahe dem Moshav Nes Harim abzweigen. Besucher sollten festes Schuhwerk und ausreichend Wasser mitbringen, da der Weg steil und sonnenexponiert ist.
Die Stätte beherbergt ein ausgeklügeltes Tunnelsystem, das sich über 80 Meter erstreckt, sowie mehrere in Felsen gehauene Zisternen. Diese Wasserversorgungsanlagen und die Überreste von Ölpressen zeigen, wie fortgeschrittene Bautechniken frühe Bewohner ermöglichten, in dieser Bergregion zu gedeihen.
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