Alamparai Fort, Küstenfort im Bezirk Kanchipuram, Indien
Alamparai Fort ist eine Küstenbefestigung im Bezirk Kanchipuram, deren Steinmauern sich bis zum Wasser des Golfes von Bengalen erstrecken. Einige Türme und Wandstücke ragen noch aus dem Sand, während das Meer weite Teile der Anlage überspült hat.
Der Nawab Doste Ali Khan ließ die Anlage 1735 als Außenposten für den Seehandel errichten. Britische Truppen nahmen die Festung 25 Jahre später ein und zerstörten die wichtigsten Gebäude, sodass heute nur noch Mauerreste übrig sind.
Die Ruinen erinnern daran, dass muslimische Herrscher einst hier ein Handelsnetz über den Golf von Bengalen aufbauten und Geschäfte mit europäischen Kaufleuten führten. In den Räumen hinter den Mauern lagerten Ballen von Baumwollstoffen, während durch die Tore Salz und Butterschmalz auf Schiffe verladen wurden.
Der Ort liegt etwa 50 Kilometer südlich von Mamallapuram am Strand und ist das ganze Jahr über erreichbar. Die Monate November bis Februar bringen kühleres Wetter und weniger Regen, sodass sich ein Besuch dann angenehmer gestaltet.
In den Räumen der Festung befand sich eine Münzprägestätte, in der Geldstücke für den regionalen Umlauf hergestellt wurden. Diese Werkstatt ermöglichte es dem Nawab, eigene Währung für Handelstransaktionen zu prägen und so wirtschaftliche Unabhängigkeit zu zeigen.
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