Surtsey, Vulkaninsel in Vestmannaeyjar, Island
Surtsey erhebt sich etwa 150 Meter über dem Meeresspiegel und bildet den südlichsten Punkt des Vestmannaeyjar-Archipels vor der isländischen Südküste. Die Insel erstreckt sich über rund 1,4 Quadratkilometer und besteht aus schwarzem Vulkangestein, das von Wind und Wellen ständig umgeformt wird.
Die Insel entstand durch untermeerische Vulkanausbrüche, die am 14. November 1963 begannen und Asche sowie Lava an die Meeresoberfläche beförderten. Die Eruptionen dauerten bis zum 5. Juni 1967 und ließen neues Land wachsen, das heute unter strengem Schutz steht.
Wissenschaftler benannten die Insel nach Surtr, einem Feuerriesen aus der nordischen Mythologie, der während des Ragnarök die Welt in Flammen setzen wird. Diese Namensgebung spiegelt die Bedeutung vulkanischer Kräfte in der isländischen Vorstellungswelt wider.
Der Zugang zur Insel ist ausschließlich Wissenschaftlern und Forschern vorbehalten, um die natürlichen Bedingungen zu erhalten. Reisende können die Insel nur aus der Ferne vom Boot oder Flugzeug aus betrachten.
Die Insel dient als Freilandlabor, in dem Forscher die natürliche Besiedlung durch Pflanzen, Vögel und Robben auf frischem Vulkangestein dokumentieren. Jede neu eintreffende Art wird erfasst, sodass Wissenschaftler die Abfolge des Lebens auf nacktem Fels verfolgen können.
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