Eldfell, Schlackenkegel-Vulkan in Vestmannaeyjar, Island
Eldfell ist ein Vulkankegel auf der Insel Heimaey, der sich über den Hafen und die Häuser der Stadt erhebt. Der dunkle Basalthang führt zu einem breiten Krater an der Spitze, wo man auf warmes Gestein und vulkanische Asche tritt.
Der Vulkan brach am 23. Januar 1973 aus, als sich über Nacht ein Riss durch die Insel zog und Lava auf die Häuser des Ortes zufloss. Die Bewohner evakuierten in wenigen Stunden per Fischkutter, während die Eruption fünf Monate andauerte und einen neuen Berg formte.
Die Einwohner schützten ihren Hafen durch Besprühen der Lavaströme mit Meerwasser und zeigten eine außergewöhnliche Gemeinschaftsreaktion auf Naturkatastrophen.
Mehrere Pfade führen vom Ort hinauf, wobei die steileren Abschnitte festes Schuhwerk erfordern und der lockere Aschegrund bei Nässe rutschig wird. Der Aufstieg dauert etwa eine halbe Stunde und bietet Ausblicke über den Hafen sowie auf die umliegenden Klippen des Atlantiks.
Die Lavamasse vergrößerte die Insel und verengte zugleich die Hafeneinfahrt, wodurch der Hafen besser vor Stürmen geschützt wurde. Pumpen sprühten wochenlang Meerwasser auf die vordringende Lava, um ihre Fließrichtung zu ändern und Gebäude zu retten.
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