Monte Viso, Berggipfel in der Provinz Cuneo, Italien.
Der Monte Viso erhebt sich auf 3841 Meter (12600 Fuß) Höhe und bildet eine markante Pyramidenform, die vom piemontesischen Plateau und vom Mont-Blanc-Massiv aus sichtbar ist. Der Berg besteht aus Ophiolit-Gestein und markiert die Grenze zwischen den Seealpen und den Cottischen Alpen.
William Mathews und Frederic Jacomb erreichten den Gipfel am 30. August 1861 mit dem Bergführer Michel Croz als erste dokumentierte Besteigung. Die neolithische Jadeitmine auf dem Berg wurde bereits um 5000 vor Christus betrieben und versorgte Gemeinschaften in ganz Westeuropa mit Material für zeremonielle Werkzeuge.
Der Gipfel erscheint auf Wappen und Fahnen der umliegenden Täler und gilt als Wahrzeichen der Region. Wanderer besuchen oft die Hochebene am Fuß, wo die Quelle des Po als geografisches und symbolisches Zentrum der piemontesischen Identität betrachtet wird.
Bergsteiger erreichen den Gipfel über das Valle Po oder Valle Varaita, wobei Crissolo als Hauptausgangspunkt für Expeditionen dient. Der Aufstieg erfordert Erfahrung im Hochgebirge und dauert normalerweise zwei Tage mit Übernachtung in einer Hütte.
Die Quelle des Po entspringt am Pian del Re auf 2020 Metern (6630 Fuß) Höhe unterhalb des Gipfels und markiert den Beginn des längsten Flusses Italiens. Jadeitäxte aus der neolithischen Mine am Berg wurden so weit entfernt wie Großbritannien und Skandinavien gefunden.
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