Bivacco Boarelli, Bergunterschlupf in Pontechianale, Italien
Das Bivacco Boarelli, auch Bivacco delle Forciolline genannt, liegt auf etwa 2820 m am Fuß der Südwand des Monviso nahe den Forciolline-Seen. Der Bau ist in drei Bereiche gegliedert: einen Eingangsbereich mit zwei Klapptischen, Hockern und zwei Schlafkojen; einen Mittelgang mit zehn Schlafkojen auf zwei Ebenen; und rückwärtige Technikräume mit Chemietoilette, Batterielager und Abfallsammlung.
Das Bivacco wurde 2004 gegründet, um Alpinisten auf den Hochgebirgswegen der Region einen gesicherten Rastplatz zu bieten. Die Gründung folgte dem Bedarf nach mehr Schutzmöglichkeiten entlang dieser anspruchsvollen Routen.
Der Unterstand zeigt, wie Wanderer die Hochalpen nutzen und sich als Gemeinschaft selbst helfen. Bergsteiger pflegen hier die Tradition, Ressourcen zu teilen und füreinander zu sorgen.
Der Zustieg beginnt in Castello, einem Weiler von Pontechianale, auf dem Weg zur Vallanta-Hütte; auf etwa 2000 m verlässt man ihn und folgt dem Ezio-Nicoli-Weg ins Forciolline-Tal. Das Biwak hat 12 Schlafplätze, ist immer offen und unbewartet, also Schlafsack und Verpflegung mitnehmen. Solarmodule speisen ein Notfunkgerät mit Verbindung zur 118.
Die Stelle, an der heute die Hütte steht, nutzten Quintino Sella und seine Expeditionsmannschaft am Abend des 11. August 1863, als dort vor dem Gipfelanstieg zum Monviso nur ein paar Zelte standen. Die 2004 eingeweihte Hütte trägt den Namen von Alessandra Boarelli, der ersten Frau auf dem Monviso, 1864.
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