Urbino, Renaissancestadt in Marken, Italien
Urbino ist eine Gemeinde in den Marken auf einem Hügel über sanften Tälern und Feldern mit ockerfarbenen Gebäuden aus Backstein und verputzten Fassaden. Die Straßen steigen in Kurven an und öffnen sich zu kleinen Plätzen, während Arkaden und Treppen verschiedene Höhenlagen miteinander verbinden.
Im 15. Jahrhundert ließ Federico da Montefeltro die Stadt ausbauen und zog Künstler und Gelehrte an, die hier bis zu seinem Tod 1482 arbeiteten. Sein Sohn verkaufte wertvolle Teile der Bibliothek, doch die bauliche Substanz blieb erhalten und wurde später Teil des Kirchenstaates.
Die Universität prägt den Alltag seit Jahrhunderten und bringt Studierende aus vielen Ländern in die engen Gassen und auf die Plätze der Altstadt. Der Name stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „kleine Stadt
Die Anreise erfolgt über Pesaro, von wo aus Busse in etwa 45 Minuten den Hügel hinauffahren und am Rand der Altstadt halten. Von dort geht man zu Fuß weiter, da viele Bereiche für Fahrzeuge gesperrt sind und die Straßen steil und eng verlaufen.
Raffael wurde hier 1483 geboren und verbrachte seine ersten Jahre in einem Haus nahe der Stadtmauer, das heute besichtigt werden kann. Das Geburtshaus bewahrt Fresken und Möbel aus jener Zeit und zeigt, wie eine Künstlerfamilie im späten 15. Jahrhundert lebte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.