San Francesco, Romanisches Kloster in Urbino, Italien.
San Francesco ist ein Franziskanerkonvent im Zentrum von Urbino mit Eingang an der Piazza San Francesco nahe der Via Raffaello. Die Kirche wurde zwischen 1732 und 1751 unter Kardinal Annibale Albani umgebaut und hat einen lateinischen Kreuzgrundriss mit drei Schiffen und einer blinden Kuppel über der Vierung. Vom romanisch-gotischen Bau blieben der 46 Meter hohe Spitzturm, die Vorhalle der Fassade und ein Freskenfragment der Salimbeni erhalten.
Bereits 1228 lebten Franziskaner in Urbino bei Santo Spirito. 1286 übertrug Bischof Egidio den Brüdern Häuser und Gärten des Klosters Sant'Angelo, und der romanisch-gotische Konvent mit drei Kreuzgängen entstand; die Kirche wurde 1350 vollendet. 1807 während der französischen Besetzung aufgehoben und bis 1816 als Kaserne genutzt, wurde er zwischen 1860 und 1866 nach dem Anschluss an das Königreich Italien erneut aufgehoben; 1877 kehrten die Brüder zurück.
Der Name des Klosters verweist direkt auf den Heiligen Franziskus von Assisi und die Gemeinschaft der Franziskaner, die hier über Jahrhunderte lebte. Wer heute durch die Räume geht, begegnet noch immer der schlichten Gestaltung, die für den franziskanischen Verzicht auf Prunk typisch ist.
Das Kloster liegt im westlichen Teil der Altstadt von Urbino und ist von den meisten zentralen Punkten der Stadt zu Fuß erreichbar. Einige Bereiche, darunter der Kapitelsaal, sind nicht immer frei zugänglich und erfordern eine vorherige Anfrage.
Im Kapitelsaal befindet sich ein Fresko aus dem 14. Jahrhundert, das die Kreuzigung mit Trauernden und vier Heiligen darstellt. Das Bild ist normalerweise nicht öffentlich zugänglich und muss gesondert angefragt werden.
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