Vinadio, italienische Gemeinde
Vinadio ist eine kleine Gemeinde in den Bergen der Provinz Cuneo, die auf einer Höhe von etwa 910 Metern liegt. Die engen Gassen und alten Steinhäuser prägen das Ortsbild, während die nahe gelegenen Berge, Seen und Täler die natürliche Umgebung formen.
Die Gemeinde wurde Ende des 11. Jahrhunderts erstmals erwähnt und war ursprünglich in die obere und untere Stura aufgeteilt. Ein Schloss zum Schutz wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert erbaut, und später, im 19. Jahrhundert, wurde die massive Festung Albertino konstruiert, die die militärische Geschichte der Region widerspiegelt.
Die Gemeinde trägt einen Namen mit Wurzeln in der okzitanischen Sprache, wo Vinai sauren Wein bedeutet, was auf alte Weinherstellung hindeutet. Heute prägen traditionelle Handwerkstechniken wie die Herstellung von Crousét-Nudeln und Sambuco-Lammfleisch das kulturelle Leben und werden in lokalen Festen gefeiert.
Der Ort ist über gewundene Bergstraßen erreichbar und liegt etwa 100 Kilometer südwestlich von Turin. Besucher finden hier Wanderwege, Fahrradstrecken und im Winter Skilanglauftrails, sowie Unterkunftsmöglichkeiten in der ruhigen Bergumgebung.
Die Kapelle Sant'Anna di Vinadio liegt auf über 2000 Metern Höhe und ist die höchste christliche Wallfahrtsstätte Europas, die mit dem Auto erreichbar ist. Pilger aus Italien und Frankreich besuchen sie besonders im Sommer für Prozessionen und Feierlichkeiten, besonders am 26. Juli.
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