Circus Maximus, Römischer Circus in Rom, Italien
Der Circus Maximus ist ein öffentlicher Park im Tal zwischen Aventin und Palatin, wo der Grundriss des antiken Stadions als lange, breite Fläche aus hellem Erdreich und Kies, unterteilt durch Grasstreifen, erhalten ist. Ein hoher Backsteinturm mit Walmdach aus Terrakottaziegeln und einem Band kleiner Bögen steht am grasbewachsenen Hang, und niedrige Mauerreste mit einem Metallgitter umschließen einen kleinen rechteckigen Bereich vor ihm.
Julius Caesar ließ hier ab dem ersten Jahrhundert vor Christus eine dauerhafte Anlage errichten, die frühere Holzbauten im Tal Murcia ersetzte. Über Jahrhunderte hinweg wurde die Struktur erweitert und blieb bis ins sechste Jahrhundert nach Christus in Betrieb, bevor sie verfiel und ihre Steine für andere Bauten genutzt wurden.
Die Spiele begannen mit der pompa circensis, einem Zug vom Kapitol zur Rennbahn, der die Wagenmannschaften vorstellte. In der späten Republik fanden an 57 Tagen im Jahr ludi statt; hier lief auch die venatio von 169 v. Chr. mit 63 Leoparden sowie 40 Bären und Elefanten. An rennfreien Tagen gab es Buden, Gaukler und Wahrsager.
Der Ort liegt offen unter freiem Himmel und ist bei jedem Wetter zugänglich, wobei Schatten im Sommer rar ist. Besucher können über antike Pflastersteine gehen und in zugängliche Galerien hinabsteigen, die einst zu den Sitzreihen führten.
Ein virtuelles Erlebnis mit Spezialbrillen lässt Besucher das Gebäude in verschiedenen Epochen sehen und nachvollziehen, wie Rennen abliefen. Die Technik bringt verschwundene Säulen, Tribünen und Gespanne zurück und verbindet die leere Fläche mit ihrer einstigen Gestalt.
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