Ortler, Berggipfel in Südtirol, Italien.
Die Ortler ist ein Berg im Südtirol, der 3.905 m erreicht und sich über drei Hauptgrate – Nord, Süd und Ost – erhebt. Die steilen Hänge sind mit Schnee und Eis bedeckt, während die oberen Bereiche kahles Gestein und Gletscherflächen zeigen.
Josef Pichler erreichte den Gipfel erstmals im September 1804, nachdem Erzherzog Johann von Österreich die Besteigung in Auftrag gegeben hatte. Er wählte die Nordwestflanke von Trafoi aus, ein Weg, der lange Zeit als die einzige machbare Route galt.
Der Name Ortler kommt vom rätoromanischen Wort für "Horn" oder "Spitze" und zeigt die lange Verbindung zwischen diesem Gipfel und den Bergvölkern der Region. Heute wandern Kletterer auf denselben Pfaden, die vor Jahrhunderten von Jägern und lokalen Führern genutzt wurden, und erleben dabei die Kargheit der Hochlagen.
Der übliche Aufstieg beginnt an der Payerhütte auf 3.029 m und folgt dem Nordgrat durch Schnee- und Eisfelder bis zum Gipfel. Die Route erfordert Erfahrung im Umgang mit Steigeisen und Eispickel, besonders bei wechselnden Wetterbedingungen im Hochgebirge.
Die Nordwand zeigt eine der größten Eisflächen der Ostalpen, mit Routen, die seit ihrer Erstbegehung selten wiederholt wurden. Viele dieser Linien bleiben technisch anspruchsvoll und ziehen nur wenige Kletterer an, die nach außergewöhnlichen Herausforderungen suchen.
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