Nationalpark Stilfser Joch, Nationalpark in Norditalien.
Der Stelvio-Nationalpark ist ein Schutzgebiet im Norden Italiens, das vier Provinzen umfasst und Berggipfel, Wälder, offene Hochflächen und Eismassen beherbergt. Die Landschaft wechselt von tiefen Tälern zu nackten Felswänden, die teilweise bis über 3.900 Meter (12.795 Fuß) aufsteigen.
Das Schutzgebiet entstand im April 1935 und sollte die Tier- und Pflanzenwelt der zentralen Alpen bewahren. Der Erste Weltkrieg hinterließ Wege, Gräben und Befestigungen, die noch heute an mehreren Stellen im Park sichtbar sind.
Die alpinen Hirtenhütten und Wirtschaftsbauten verteilen sich entlang der Täler und zeigen, wie sich die Bewohner über Jahrhunderte an das Leben in der Höhe angepasst haben. Diese Strukturen wurden für Viehzucht und saisonale Nutzung angelegt, wobei lokale Materialien wie Holz und Stein zum Einsatz kamen.
Mehr als 1.500 Kilometer Wanderwege durchziehen das Gebiet, und Besucherzentren in Bormio und Prato allo Stelvio bieten Karten und Informationen an. Geführte Touren finden das ganze Jahr über statt und helfen bei der Orientierung in den unterschiedlichen Höhenlagen.
Der Forni-Gletscher innerhalb des Parks ist der größte Talgletscher auf italienischem Boden und zieht sich über mehrere Kilometer hangabwärts. Die Grenze verläuft direkt neben dem Schweizerischen Nationalpark, wodurch die beiden Gebiete ein zusammenhängendes Ökosystem bilden.
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