San Leucio, Historische Textilstadt in Caserta, Italien
San Leucio ist ein Fabrikstädtchen in Caserta, das Seideproduktion mit klassizistischer Architektur verbindet. Die Gebäude verteilen sich über mehrere Ebenen des Hangs und enthalten original Webstühle und Maschinen aus dem 18. Jahrhundert.
König Ferdinand IV. von Bourbon gründete 1778 diesen Industrieort auf den Grundlagen eines früheren Jagdschlosses um. Der Ort wurde schnell zum Zentrum der europäischen Seidenproduktion und Zentrum des Wissens.
Der Name San Leucio geht auf einen Heiligen zurück, und die Arbeiter hier lebten nach einem besonderen Regelwerk, das Schulbildung und soziale Ordnung vorschrieb. Diese Regeln prägten das Zusammenleben und machten den Ort zu einem Experiment in geplanter Gemeinschaft.
Der Ort lässt sich zu Fuß erkunden und zeigt die verschiedenen Produktionsstufen von der Rohseide bis zum fertigen Stoff. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da es zahlreiche Wege und Treppen zwischen den Gebäuden gibt.
Die hier hergestellten Seidenstoffe sind nicht nur im Vatikan und in Schlössern europäischer Monarchen zu finden, sondern schmücken auch den Oval Office des Weißen Hauses. Dies macht den Ort zu einem unsichtbaren, aber bedeutenden Teil der europäischen und weltweiten Geschichte.
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