Konstantinsthermen, Römischer Thermenkomplex auf dem Quirinal, Rom, Italien
Die Konstantinsthermen sind eine antike römische Badanlage auf dem Quirinal, die sich zwischen der heutigen Via Nazionale, dem Largo Magnanapoli und der Piazza del Quirinale erstreckt. Der Komplex zeigt die charakteristische Anordnung mit runden tepidarium- und caldarium-Sektionen, die unter dem Casino dell'Aurora teilweise erhalten sind.
Kaiser Konstantin I. ließ diesen Badekomplex um 315 n. Chr. errichten und zerstörte dafür bestehende Wohnhäuser, um ein künstliches Plateau über älteren Strukturen aus dem 2. und 3. Jahrhundert zu schaffen. Die Anlage blieb bis zum Gotenkrieg von 535-554 n. Chr. in Betrieb, als die Ostgoten die Aquädukte Roms zerstörten.
Die Statue eines Boxers und eines hellenistischen Prinzen, die hier gefunden wurden, zeigen die künstlerische Ausstattung dieser Anlage. Diese Werke sind heute im Palazzo Massimo alle Terme zu sehen und geben Einblick in den Reichtum und die Raffinesse des römischen Badelebens.
Die Überreste liegen unter dem Casino dell'Aurora und sind nur durch archäologische Grabungen sichtbar, die seit 1870 Informationen über die ursprüngliche Struktur enthüllt haben. Besucher können heute nur oberirdisch erkennen, wo sich der Komplex erstreckte, da der Großteil unter modernen Gebäuden verborgen bleibt.
Der Komplex enthielt nicht nur Badeanlagen, sondern auch bedeutende künstlerische Werke, was ihn zu einem wichtigen Ort für die Erforschung römischer Luxuskultur macht. Die Kombination von funktionaler Infrastruktur und kunstvoller Dekoration zeigt, wie Römer ihre öffentlichen Räume gestalteten.
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