Konstantinsthermen, Römischer Thermenkomplex auf dem Quirinal, Rom, Italien
Die Thermen des Konstantin sind ein antikes römisches Badegebäude auf dem Quirinalshügel, zwischen der Via Nazionale, dem Largo Magnanapoli und der Piazza del Quirinale. Der Komplex verfügte über die typischen Badebereiche, darunter ein kreisförmiges Tepidarium und ein Caldarium, von denen Teile noch heute unter dem Casino dell'Aurora erhalten sind.
Kaiser Konstantin I. ließ den Komplex um 315 n. Chr. errichten und ließ dafür bestehende Gebäude abreißen, um eine künstliche Plattform über älteren Bauten aus dem 2. und 3. Jahrhundert zu schaffen. Die Anlage blieb bis zum Gotenkrieg im 6. Jahrhundert in Betrieb, als die Zerstörung der Aquädukte die Wasserversorgung Roms unterbrach.
Zwei Bronzestatuen, ein Boxer und ein hellenistischer Prinz, wurden in diesem Komplex gefunden und sind heute im Nationalen Römischen Museum ausgestellt. Diese Funde zeigen, dass öffentliche Badeanlagen in Rom auch als Ausstellungsorte für hochwertige Kunstwerke dienten.
Die Reste liegen größtenteils unter modernen Gebäuden und dem Casino dell'Aurora, sodass der Zugang zur eigentlichen Stätte eingeschränkt ist. Von der Straße aus lassen sich einige Überreste erkennen, aber ein Besuch des Nationalen Römischen Museums ermöglicht es, die hier gefundenen Objekte aus der Nähe zu betrachten.
Die Anlage wurde nicht auf gewachsenem Boden errichtet, sondern auf einer künstlichen Aufschüttung, die ältere Gebäude überdeckte. Wer heute auf dem Quirinalshügel steht, befindet sich damit buchstäblich mehrere Meter über den ursprünglichen Bodenniveaus der Stadt.
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