Palazzo della Consulta, Stadtpalast im Stadtteil Monti, Rom, Italien
Der Palazzo della Consulta ist ein zweigeschossiger Stadtpalast im Rione Monti in Rom, dessen barocke Fassade sich entlang der Via del Quirinale erstreckt. Hohe Fenster mit dekorierten Giebeln gliedern die Außenwand, während kräftige Pilaster die vertikale Struktur betonen und dem Bau seine architektonische Ordnung verleihen.
Papst Clemens XII. beauftragte den Architekten Ferdinando Fuga, den Palast zwischen 1732 und 1734 auf den Ruinen der Thermen des Konstantin zu errichten. Der Bau diente ursprünglich als Sitz der päpstlichen Consulta, einer Verwaltungsinstanz des Kirchenstaats, bevor er später andere institutionelle Funktionen übernahm.
Die Skulpturen über dem Haupteingang stellen Gerechtigkeit und Religion dar, beide flankiert von kleineren Figuren, die das päpstliche Wappen der Familie Corsini stützen. Geflügelte Gestalten auf der Balustrade ergänzen das ikonografische Programm der Fassade, das die geistliche und weltliche Autorität des damaligen Auftraggebers widerspiegelt.
Das Gebäude beherbergt heute den italienischen Verfassungsgerichtshof, dessen Sitzungssaal sich im Hauptgeschoss befindet und seit 1956 für Verhandlungen genutzt wird. Besucher können die Fassade vom öffentlichen Gehsteig aus betrachten, während der Zugang zum Inneren nur zu bestimmten Anlässen oder nach Voranmeldung möglich ist.
Der Baugrund unter dem Palast erwies sich während der Errichtung als instabil, da die antiken Thermenanlagen im Untergrund Hohlräume und Wassereinbrüche verursachten. Fuga musste daher spezielle Fundamenttechniken entwickeln, um das Gebäude dauerhaft zu sichern und Setzungsschäden zu vermeiden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.