Sant’Andrea al Quirinale, Jesuitenkirche im Monti-Viertel, Rom, Italien.
Sant'Andrea al Quirinale ist eine Jesuitenkirche im Stadtteil Monti in Rom, Italien, die sich durch ihren ovalen Grundriss und ihre reiche Barockausstattung auszeichnet. Die Kuppel trägt Stuckfiguren und farbigen Marmor, während entlang der Wände mehrere Kapellen angeordnet sind.
Kardinal Camillo Pamphilj beauftragte Gian Lorenzo Bernini mit dem Entwurf dieser Kirche für das Jesuitennoviziat, die zwischen 1658 und 1670 erbaut wurde. Das Gebäude wurde später zum Noviziatshaus der Gesellschaft Jesu und beherbergte junge Ordensanwärter während ihrer Ausbildung.
Der Hochaltar zeigt das Martyrium des Heiligen Andreas, gemalt von Guillaume Courtois, umgeben von vergoldeten Engelsfiguren von Antonio Raggi. Die Kapellen entlang der Wände beherbergen Gemälde und Skulpturen, die verschiedene Heilige darstellen und die Verbindung der Jesuiten zur Gegenreformation widerspiegeln.
Die Kirche ist regelmäßig für Besucher geöffnet und hält Gottesdienste ab, wobei der Eintritt frei ist. Die Kammern des heiligen Stanislaus Kostka können nach Vereinbarung besichtigt werden und liegen im angrenzenden Gebäude.
Bernini betrachtete dieses Bauwerk als seine gelungenste architektonische Arbeit und setzte einen elliptischen Grundriss ein, bei dem die Hauptachse senkrecht zum Eingang verläuft. Diese Anordnung lenkt den Blick sofort auf den Altar und erzeugt eine räumliche Dynamik, die in römischen Kirchen selten zu finden ist.
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