Santa Caterina dei Funari, Renaissancekirche im Stadtteil Sant'Angelo, Rom, Italien.
Santa Caterina dei Funari ist eine Renaissancekirche im römischen Stadtviertel Sant'Angelo, erkennbar an ihrer zweigeschossigen Travertinfassade mit korinthischen Pilastern. Ein Rundfenster in der Mitte der Fassade und eine Reihe gerahmter rechteckiger Felder gliedern die Oberfläche auf geordnete Weise.
Die Kirche wurde 1564 unter der Schirmherrschaft von Kardinal Federico Cesi errichtet, an der Stelle eines früheren Gotteshauses aus dem 9. Jahrhundert. Der Neubau entstand in einer Zeit tiefgreifender kirchlicher Erneuerung, die das Gesicht Roms dauerhaft veränderte.
Der Name "dei Funari" erinnert an die Seiler, die früher in diesem Viertel arbeiteten und die Straßen rund um die Kirche prägten. Wer heute durch das Viertel spaziert, bemerkt noch immer die enge, ruhige Bebauung, die an das alte Handwerksleben erinnert.
Die Kirche liegt in einem Wohnviertel nahe dem Tiber und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Die Öffnungszeiten können je nach Jahreszeit variieren, daher lohnt es sich, diese vorab zu prüfen.
Ab 1534 nutzte der heilige Ignatius von Loyola das Gotteshaus als Schule für benachteiligte Mädchen, auf Betreiben von Papst Paul III. Diese Nutzung war für die damalige Zeit ungewöhnlich und machte den Ort zu einem sozialen Anlaufpunkt für ein Bevölkerungssegment, das sonst kaum Unterstützung erhielt.
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