Grotte di Frasassi, Schauhöhlensystem in Genga, Italien
Die Frasassi-Höhlen bilden ein 5000 Meter langes Netz von Kammern und Gängen, das sich durch Kalksteinformationen in Genga erstreckt und unterschiedliche Mineralablagerungen und geologische Strukturen zeigt. Stalaktiten hängen von den Decken herab, während Stalagmiten vom Boden aufragen, und einige Bereiche enthalten unterirdische Wasserläufe, die weiterhin die Felsen formen.
Ein Team von Höhlenforschern aus Ancona unter der Leitung von Giancarlo Cappanera entdeckte dieses unterirdische System am 25. September 1971, nachdem es Millionen von Jahren lang verborgen geblieben war. Drei Jahre später wurde der Zugang für die Öffentlichkeit organisiert, und seitdem besuchen Touristen die Kammern durch geführte Routen.
Der Name Frasassi leitet sich von frassum ab, einem mittelalterlichen lateinischen Wort, das zerklüfteten oder zerfallenen Fels beschreibt und auf die äußere Schlucht hinweist. Besucher sehen das felsige Tal und die steilen Wände draußen, bevor sie durch künstliche Tunnel hinabsteigen, die den Zugang zum unterirdischen Netz ermöglichen.
Das System hält das ganze Jahr über eine Temperatur von 14 Grad Celsius, sodass Besucher warme Kleidung mitbringen sollten, auch wenn draußen Sommer ist. Die Wege führen durch künstlich beleuchtete Tunnel und Kammern, und festes Schuhwerk hilft beim Gehen auf den feuchten Oberflächen.
Wissenschaftler haben hier Chronobiologie-Experimente durchgeführt, bei denen Einzelpersonen längere Zeiträume unter der Erde verbrachten, um menschliche biologische Rhythmen ohne natürliches Tageslicht zu untersuchen. Diese Forschungsarbeiten nutzten die konstante Umgebung der Höhlen und die Abwesenheit äußerer Zeithinweise.
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