San Vittore alle Chiuse, Benediktinische Abteikirche in Genga, Italien
San Vittore alle Chiuse ist eine romanische Abteikirche in der Gemeinde Genga, errichtet aus hellem Kalkstein. Der Grundriss eines griechischen Kreuzes ist in einen fast quadratischen Umriss eingeschrieben; vier Säulen teilen den Innenraum in neun Joche, deren mittleres eine Kuppel über einem achteckigen Tambour trägt. Fünf halbrunde Apsiden umgeben den Bau, und die Fassade wird von einem niedrigen Rundturm und einem hohen viereckigen Turm flankiert.
Die Abtei wurde um das Jahr 1000 gegründet und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen religiösen Zentrum der Region. In der Mitte des 13. Jahrhunderts verwaltete sie etwa 42 Kirchen und große Landbesitztümer, was ihre Macht und ihren Einfluss widerspiegelt.
Der Name alle Chiuse verweist auf die Flussschleusen an der Mündung des Sentino in den Esino. Im Inneren ist neben der Tür links vom Altar eine Ritzung zu sehen, die als senkrechte Acht oder Unendlichkeitszeichen gedeutet wird; ihr Zweck ist unbekannt. Seit 1902 ist die Abtei ein Nationaldenkmal.
Das Gebäude liegt in einer Schlucht neben den Höhlen von Frasassi und einer alten römischen Brücke, die über den Fluss Sentino führt. Der Zugang ist einfach zu finden, wenn man von Genga kommt, und man kann beide Orte an einem Tag besuchen.
Neben der Tür links vom Altar zeigt eine Ritzung im Stein eine senkrechte Acht, ein Unendlichkeitszeichen; Zweck und Bedeutung sind unbekannt. Der Innenraum ist ansonsten schlicht, mit rauem Steinmauerwerk und einem Tonnengewölbe.
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