Villa Lante, Renaissancevilla auf dem Gianicolo-Hügel, Rom, Italien
Villa Lante al Gianicolo ist eine Renaissance-Villa auf dem Gianicolo-Hügel in Rom, entworfen von Giulio Romano und bekannt für ihre toskanischen Säulen, ionischen Pilaster und einen Empfangssaal, der sich zur Stadt hin öffnet. Die Fassade ist schlicht und klar gegliedert, und das Gebäude liegt leicht erhöht inmitten eines Gartens mit Blick auf die Dächer Roms.
Die Villa wurde zwischen 1518 und 1525 für Baldassarre Turini errichtet, einen päpstlichen Beamten, der zu den engsten Mitarbeitern Raffaels gehörte. Nach dem Tod Raffaels im Jahr 1520 übernahm Giulio Romano die Leitung des Projekts und vollendete es in dessen Geist.
Im Inneren der Villa sind Fresken von Vincenzo Tamagni zu sehen, die sich an den Werken von Raffael orientieren, sowie Stuckdekorationen von Giovanni da Udine. Diese Arbeiten geben einen guten Eindruck davon, wie kunstvolle Ausschmückungen in römischen Villen der Renaissance aussahen.
Die Villa beherbergt heute das Institutum Romanum Finlandiae und die finnische Botschaft beim Heiligen Stuhl, weshalb der Zugang nicht frei ist. Es empfiehlt sich, vorab zu prüfen, ob und wann das Gelände für Besucher geöffnet ist, da das Gebäude aktiv genutzt wird.
In die Loggia der Villa ist ein Epigramm des römischen Dichters Martial eingeschrieben, der einst an diesem Ort lebte. Die Inschrift beschreibt den Blick auf die sieben Hügel Roms und verbindet so die antike Literaturgeschichte mit dem Renaissancebau.
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