Villa Lante, Renaissancevilla auf dem Gianicolo-Hügel, Rom, Italien
Villa Lante al Gianicolo ist eine Renaissancevilla auf dem Janiculum-Hugel in Rom, die mit toskanischen Säulen, ionischen Pilastern und einer Empfangshalle gebaut wurde. Diese Halle öffnet sich zur Stadt und bietet Ausblicke auf Rom von ihrer erhöhten Position aus.
Die Villa wurde zwischen 1518 und 1525 für Baldassarre Turini, einen päpstlichen Beamten, erbaut und von Giulio Romano entworfen. Romano übernahm das Projekt nach dem Tod seines Meisters Raffael und prägte damit die Architektur dieser Zeit.
Im Inneren befinden sich Fresken von Vincenzo Tamagni, die Porträts nach Raffael zeigen, zusammen mit Stuckarbeiten, die Giovanni da Udine zugeschrieben werden. Diese Verzierungen prägen den Charakter der Räume und erzählen von der künstlerischen Pracht der Renaissance.
Die Villa beherbergt heute das Institutum Romanum Finlandiae und die Botschaft von Finnland beim Heiligen Stuhl und gehört seit 1950 zum finnischen Staatsbesitz. Besucher sollten sich vorab erkundigen, ob eine Besichtigung möglich ist, da sich das Gebäude noch immer in offizieller Nutzung befindet.
Eine Inschrift in der Loggia enthält ein Epigramm des römischen Dichters Martial, der einst an diesem Ort lebte. Der Text beschreibt die Aussicht auf Roms sieben Hügel und verbindet damit antike und Renaissance-Geschichte an einem Ort.
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