Palazzo di Giustizia, Justizpalast im Prati-Viertel, Rom, Italien
Der Palazzo della Giustizia ist ein Gerichtsgebäude im Stadtteil Prati an den Ufern des Tibers in Rom. Die eklektische Architektur verbindet verschiedene Baustile und wird durch eine Fassade aus travertinischer Kalkstein und bronzene Verzierungen geprägt.
Der Bau des Gerichtsgebäudes begann 1888 unter der Leitung des Architekten Guglielmo Calderini und wurde 1910 abgeschlossen. Das Projekt folgte Roms Ernennung zur Hauptstadt des Königreichs Italien und symbolisierte die wachsende institutionelle Macht des Staates.
Der Name des Platzes bezieht sich auf die zentrale Rolle des Gerichts im italienischen Justizsystem. Besucher bemerken die beeindruckenden Fresken in den Sälen, die das Innere des Bauwerks prägen und die Bedeutung der Rechtsprechung widerspiegeln.
Das Gebäude dient als Sitz des obersten Kassationsgerichts und beherbergt die öffentliche Gerichtsbibliothek. Der Zugang ist aufgrund laufender Verfahren beschränkt, daher sollte man sich vor einem Besuch nach den aktuellen Regelungen erkundigen.
Während der Fundament- und Ausgrabungsarbeiten entdeckten Arbeiter antike römische Sarkophage und die Überreste einer Frau namens Crepereia Tryphaena, die eine fein gefertigte Elfenbeinfigur bei sich trug. Der Fund stammt aus dem 2. Jahrhundert und zeigt, wie eng die Geschichte Roms in den Boden der Stadt eingewoben ist.
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