Portonaccio-Heiligtum, Etruskischer Tempel in Veji, Italien
Portonaccio ist ein etruskisches Heiligtum auf einem Tuffsteinplateau nahe der antiken Stadt Veii, nördlich von Rom, das aus einem Tempel mit drei Kammern, einem großen Wasserbecken und unterirdischen Gängen besteht. Die freigelegten Fundamente zeigen die ursprüngliche Anordnung der Räume sowie die Standorte der architektonischen Schmuckelemente.
Der Bau des Heiligtums begann im frühen 7. Jahrhundert v. Chr., und der Komplex entwickelte sich über mehrere Jahrhunderte, bis er um 450 v. Chr. seine endgültige Form annahm. Nach der Eroberung von Veii durch Rom im Jahr 396 v. Chr. wurde das Heiligtum aufgegeben und versank nach und nach in den Boden.
Das Heiligtum war der Göttin Menrva geweiht, dem etruskischen Pendant zur griechischen Athene. Besucher können noch heute die Sockel sehen, auf denen einst farbige Terrakottafiguren standen, die mythologische Szenen darstellten.
Das Gelände ist teilweise ausgegraben und weist unebenen Boden sowie freiliegenden Tuffstein auf, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert. Ein Besuch des nahe gelegenen Museums in der Villa Giulia in Rom, wo sich die wichtigsten Funde befinden, ergänzt den Aufenthalt vor Ort sinnvoll.
Die berühmte Terrakotta-Statue des Apollo von Veii wurde hier gefunden und wird heute im Museum der Villa Giulia in Rom aufbewahrt. Sie wurde von Vulca geschaffen, dem einzigen etruskischen Bildhauer, dessen Name uns überliefert ist.
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