Chiesa del Sacro Cuore, Neugotische Kirche in Livorno, Italien.
Die Chiesa del Sacro Cuore steht an einer Platzausweitung des viale Risorgimento, früher viale Regina Elena. Ihre neugotische Fassade hat einen steilen Giebelabschluss mit fünf Fialen, ein Mittelportal unter einer Kielbogenlünette mit einer nach dem Krieg geschaffenen Christusfigur, eine große Rosette in einem Spitzbogen und Blendbögen an den Seitenflügeln. Der Innenraum über lateinischem Kreuz mit polygonaler Apsis ruht auf Bündelpfeilern und gotisierenden Kreuzrippengewölben und wird durch Buntglasfenster der 1960er Jahre beleuchtet; neben der Kirche steht ein kleiner Glockengiebel, da der geplante Glockenturm nie ausgeführt wurde.
Der Bau dieses Kirchengebäudes begann 1919 und entstand in einer Zeit des architektonischen Wandels nach dem Ersten Weltkrieg. Das Projekt zeigt, wie italienische Architekten neugotische Formen mit modernen Baumethoden der Nachkriegszeit verbanden.
Die Salesianerpatres betreuen die Kirche noch heute, und der Platz davor ist Don Tommaso Masera gewidmet, der hier am 4. November 1928 die erste Messe feierte, am Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs. 1932 wurde die Kirche zur Pfarrei erhoben und von der Pieve San Martino in Salviano getrennt.
Das Gebäude liegt in zentraler Lage Livorns und ist leicht zu Fuß zu erreichen. Besucher können den Innenraum mit seinen architektonischen Besonderheiten erkunden oder an religiösen Zeremonien teilnehmen.
Der ursprünglich geplante Glockenturm der Kirche wurde nie gebaut; stattdessen steht neben dem Bau ein kleiner Glockengiebel. Die farbigen Fenster, die den Innenraum belichten, wurden erst in den 1960er Jahren eingesetzt, und die Spitzbogenlünette mit dem Christusbild über dem Hauptportal entstand nach dem Zweiten Weltkrieg.
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