Cimone della Bagozza, Berggipfel in den Bergamasker Alpen, Lombardei, Italien
Der Cimone della Bagozza ist ein 2.407 Meter hoher Berg der Bergamasker Voralpen auf dem Grat zwischen dem oberen Val di Scalve und dem Valle di Lozio. Sein Gipfel besteht aus Triaskalk mit geneigten Schichten, was ein asymmetrisches Profil erzeugt: nach Norden zum Val di Scalve fallen senkrechte Wände und Schutthalden ab, während die Südseite über Lozio steil, aber teilweise grasbewachsen ist. Auf dem Gipfel steht ein Eisenkreuz.
Die Nordwand wurde 1934 von Riccardo Cassin erschlossen, der an der Nordkante die Via Cassin eröffnete, die im Freiklettern bis zum VI. Grad reicht. Die Rifugio Campione beim Passo dei Campelli wurde Anfang der 2010er Jahre auf 1.947 m auf der Camuno-Seite eröffnet. Das Gipfelkreuz ist aus Eisen.
Im bergamaskischen Dialekt heißt der Gipfel La Bagòsa, eine lokale Namensform neben dem italienischen Cimone della Bagozza. Der Berg bildet den östlichen Abschluss der Concarena-Gruppe, auf dem Kamm, zu dem auch der Pizzo Camino gehört, zwischen dem oberen Val di Scalve und dem Tal von Lozio.
Die Normalroute beginnt an der Madonnina dei Campelli (1.704 m), die vom Parkplatz an der ehemaligen SS 294 bei Cimalbosco (1.550 m) in etwa 20 Minuten erreichbar ist. Man folgt der CAI-Markierung 417 hinab zum kleinen Lago dei Campelli (1.680 m) und steigt dann über einen steilen Schutthang zum Passo delle Ortiche (2.292 m) auf; das Gipfelkreuz liegt wenige Minuten weiter, insgesamt rund 2,5 Stunden. Die Route ist erfahrenen Wanderern vorbehalten und nur im Sommer gangbar, wenn die Nordhänge schneefrei sind.
Das Gipfelkreuz besteht aus Eisen, und die Normalroute führt am kleinen Lago dei Campelli auf 1.680 m vorbei, einer geologischen Seltenheit in einer Moränenlandschaft. In der Nordwand verläuft zudem die Via Cassin am Nordgrat, die 1934 von Riccardo Cassin eröffnet wurde und im Freiklettern Schwierigkeiten bis zum VI. Grad erreicht.
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