Shrine of Our Lady of Europe, Katholisches Heiligtum in Motta di Campodolcino, Italien
Das Heiligtum beherbergt eine Statue der Jungfrau Maria aus vergoldetem Bronze, die auf etwa 1.925 Metern Höhe im Tal Spluga errichtet wurde. An diesem Ort gibt es auch eine Kapelle mit einem Altar für religiöse Zeremonien und das Gebet der Besucher.
Ende der 1950er Jahre wollten katholische Kreise Europa unter den Schutz Marias stellen, ohne zu wissen, dass eine solche Verehrung bereits in Gibraltar bestand. Mit Unterstützung des Erzbischofs von Mailand wählten sie die alpine Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten von Rhein, Donau und Po. Pfarrer Don Luigi Re sammelte 48.000 Dollar, nachdem ihn am Ort ein Gewitter überrascht hatte. Die 13 Meter hohe vergoldete Bronzestatue, die Egidio Casagrande in fünf Jahren schuf, wurde am 14. September 1958 von Giovanni Montini gesegnet.
Das Heiligtum ist Sitz des Europäischen Ökumenischen Zentrums für den Frieden. Der Name erinnert an eine Verehrung, die bereits in Gibraltar bestand, wo das ursprüngliche Heiligtum Unserer Lieben Frau von Europa noch steht. Die Statue schuf Egidio Casagrande aus Borgo Valsugana, ein Hersteller von Kupfervasen, in fünf Jahren Arbeit.
Die Statue steht auf 1.925 Metern am Monte Serenissima über Motta, einer Fraktion von Campodolcino an den Westhängen des Valle Spluga nördlich von Chiavenna. Das Heiligtum mit seinem Altar liegt unter dem kreisförmigen Aufbau, der die Figur trägt; der Besuch verbindet also einen Bergweg mit einem Halt in der Kapelle. Rund um den steinernen Sockel kann Schnee liegen bleiben, wie das Foto zeigt.
Die Statue wurde von einem italienischen Künstler geschaffen und orientiert sich an künstlerischen Darstellungen des Grabtuchs von Turin. Dieser kunsthistorische Bezug verleiht dem Ort eine zusätzliche Dimension, die über die reine religiöse Funktion hinausgeht.
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