Grattacielo La Meridiana, Wohnturm im Stadtteil San Vitale, Bologna, Italien.
Der Grattacielo La Meridiana ist ein Wohnturm mit 22 Geschossen und einer Höhe von etwa 70 Metern, der sich durch seine rechteckige Grundform mit Stahlbeton- und Ziegelbauweise auszeichnet. Das Gebäude enthält 84 Wohneinheiten und wird von zwei Aufzügen erschlossen.
Der ACLI Casa-Verband errichtete das Gebäude zwischen 1958 und 1960 als Teil einer größeren Wohnsiedlung, um die Wohnungsnot nach dem Krieg zu lindern. Das Projekt war einer der ersten Versuche, bezahlbare Mehrfamilienhäuser in Bologna zu schaffen.
Das Gebäude verbindet Beton und Ziegelbau auf eine Weise, die sich von den typischen modernen Hochhäusern unterscheidet und zeigt, wie Architekten nach dem Krieg praktische Lösungen suchten. Die Kombination dieser Materialien war damals für Wohnbauten in Italien ungewöhnlich und prägt bis heute das Aussehen der Fassade.
Das Gebäude steht im San-Vitale-Viertel und dient weiterhin als erschwingliche Wohnanlage für Bewohner. Es ist von außen leicht zu erkennen und bildet einen auffälligen vertikalen Bezugspunkt in der Gegend.
Bis zum Bau der Hochhäuser im Fiera-Viertel in den 1970er Jahren war dieser Turm das einzige hohe Gebäude in Bolognas Skyline an der Peripherie. Diese Rolle machte ihn zu einem unerwarteten Erkennungszeichen für die wachsende Stadt.
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