Villa Saporiti, Neoklassizistisches Bauensemble in Como, Italien.
Die Villa Saporiti, auch La Rotonda genannt, ist eine neoklassizistische Villa im Comer Viertel Borgo Vico. Der zweigeschossige Mittelbau wird von symmetrischen Seitenflügeln flankiert: Die Westfassade zeigt drei Bögen zwischen dorischen Säulen, einen Balkon und einen Dreiecksgiebel, während die Ostseite eine französisch-rokoko Exedra mit ionischen Säulen und sechs Statuen römischer Gottheiten bildet.
Erbaut zwischen 1783 und 1793 für die杂 Mailänder Markgrafen Antonio Villani und Eleonora Doria Sforza Visconti auf einem Grundstück, das unter dem Josephinismus den Oratorianern und Augustinerinnen entzogen worden war. Entworfen von Leopoldo Pollack, obwohl eine Schrift aus der Mitte des 19. Jahrhunderts sie Simone Cantoni zuschreibt; Luigi Cagnola entwarf später die zweiläufige Ehrentreppe. 1797 wohnte Napoleon Bonaparte hier bei einem Besuch in Como. 1858 kaufte die Familie Saporiti die Villa, 1950 die Provinz Como.
Der elliptische Ehrensaal besitzt ein Gewölbe mit Stuck und Fresken nach Vorlagen von Giocondo Albertolli. Ein kleines rundes Zimmer bewahrt ein Bodenmosaik, Büsten römischer Kaiser und Doppelpilaster mit Medusenhaupt-Kapitellen. Mehrere Säle haben Leuchter aus Muranoglas oder böhmischem Kristall, und ein Teil der Möbel im sogenannten etruskischen Saal stammt aus dem Schloss Monguzzo.
Die Villa beherbergt heute die Provinzadministration von Como und befindet sich in der Via Borgovico. Der Zugang ist während der Bürozeiten möglich und erlaubt Besuchern, die Innenräume zu erkunden.
Die Ostseite des Mittelbaus ist eine Exedra namens La Rotonda nach französischem Rokoko, mit ionischen Säulen und Pilastern. Sechs Statuen römischer Götter krönen sie: Jupiter, Juno, Mars, Venus, Apollo und Neptun. Fünf Wassernymphen erscheinen in den Medaillons über den bogenförmigen Fenstern zwischen den Säulen.
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