Novocomum, Rationalistischer Palast in Como, Italien
Der Novocomum ist ein fünfgeschossiges Gebäude mit abgerundeten Ecken und ausgedehnten Fensterfronten, die eine Form erinnern, die einem Schiff ähnelt. Die Struktur sitzt am Seeufer und zeigt durchgehend Beton mit minimalistischen Details, wobei jede Etage etwa acht Wohnungen entlang von zentralen Fluren beherbergt.
Das Gebäude entstand zwischen 1927 und 1929 unter der Leitung von Giuseppe Terragni und markierte den Eintritt der modernen Architektur in die Wohnbauten Nord-Italiens. Sein Erfolg inspirierte andere Städte, ähnliche funktionalistische Ansätze im Wohnungsbau zu verfolgen.
Das Gebäude zeigt eine klare Abkehr von den Vorlieben der Zeit und verkörpert den Glauben der Architekten an Funktionalität statt Verzierung. Die nüchterne, reduzierte Ästhetik war für Como radikal und zieht heute Besucher an, die modernes Design schätzen.
Das Gebäude liegt im Zentrum von Como an der Via Giuseppe Sinigaglia und ist leicht zu Fuß erreichbar, mit guten Sichtlinien vom Seeufer. Da es sich um eine bewohnte Wohnanlage handelt, ist der Innenraum nicht für Besucher zugänglich, aber die Außenansicht ist von der Straße und vom See aus vollständig sichtbar.
Die Zylinder an den Ecken schaffen eine optische Täuschung, die das Gebäude leicht vom Boden abheben lässt, so dass es auf seinen Konturen zu schweben scheint. Dieses subtile Merkmal ist nur auf den zweiten Blick sichtbar und demonstriert das Durchdenken der räumlichen Wirkung durch den Architekten.
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