Villa Gallia, Neoklassizistisches Architekturensemble am Comer See, Italien.
Die Villa Gallia ist eine neoklassizistische Villa in Como, formal Villa Crespi genannt, ein Werk des Architekten Simone Cantoni. Der zentrale Saal zeigt Fresken von Giovanni Paolo Recchi mit der Flucht des Aeneas aus Troja und Szenen der römischen Geschichte sowie einen großen Kamin aus rotem Stein von Arzo und schwarzem Marmor von Olcio. Im zum See ausgerichteten Garten steht seit dem 16. Juni 1998 Medusa, eine Skulptur von Domenico Paladino, die Gianni Versace gewidmet ist.
Kardinal Marco Gallio ließ die Villa zwischen 1614 und 1619 errichten und dafür Paolo Giovios Villa-Museum von 1537-1543 abreißen. 1815 erweiterte Simone Cantoni sie nach Süden und erneuerte sie im neoklassizistischen Stil für Caroline von Braunschweig, die in der benachbarten Villa Saporiti wohnte, dann aber die Villa d'Este kaufte. Ab 1772 gehörte sie den Fossani, ab 1859 den Bellotti; Ende des 19. Jahrhunderts fügte Ingenieur Robecchi Attika, Balkone und Bossenwerk hinzu.
Der Name geht auf Kardinal Marco Gallio zurück, der die Villa zwischen 1614 und 1619 an der Stelle von Paolo Giovios Villa-Museum errichten ließ. Die Fresken des zentralen Saals, einst Isidoro Bianchi zugeschrieben, gelten heute als Werk von Giovanni Paolo Recchi und zeigen die Flucht des Aeneas aus Troja sowie Szenen der römischen Geschichte.
Die Villa Gallia steht neben der Villa Saporiti, die die Provinzverwaltung ebenfalls erwarb; beide Gebäude beherbergen zusammen ihre Büros. Im zum See ausgerichteten Garten steht Medusa, eine Gianni Versace gewidmete Skulptur von Domenico Paladino, aufgestellt am 16. Juni 1998. Das Nymphäum aus dem 17. Jahrhundert ist im Hof der Schule erhalten, die im oberen Garten errichtet wurde.
Seit dem 16. Juni 1998 steht im zum Comer See ausgerichteten Garten die Skulptur Medusa von Domenico Paladino, die Gianni Versace gewidmet ist. Das Werk hebt sich von den neoklassizistischen Elementen der Villa und dem formalen Garten von 1901 ab, und Besucher gehen oft daran vorbei, ohne zu wissen, dass es dem Modedesigner gilt.
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