Stadio Giuseppe Sinigaglia, Fußballstadion in Como, Italien
Das Stadio Giuseppe Sinigaglia ist ein Fußballstadion in Como mit rationalistischer Architektur, das eine Haupttribüne, eine Gegengerade und zwei provisorische Kurven umfasst und Platz für 13.602 Zuschauer bietet. Die Anlage folgt den klaren Linien des Rationalismus vom Comer See, der in den 1920er Jahren in der Region vorherrschte und durch schlichte Formen und funktionale Strukturen geprägt war.
Der Architekt Giovanni Greppi entwarf die Anlage, die 1927 eingeweiht wurde und ursprünglich neben dem Fußballfeld auch eine Leichtathletikbahn und eine Radrennbahn enthielt. Die Errichtung erfolgte im Rahmen des Sportinfrastrukturprogramms unter Mussolini, das landesweit neue Wettkampfstätten schaffen sollte.
Der Name erinnert an Giuseppe Sinigaglia, einen gebürtigen Sportler aus Como, der vor dem Ersten Weltkrieg als Schwimmer bekannt wurde und später im Konflikt sein Leben verlor. Sein Andenken verbindet die Stadt mit einer Zeit, in der Sport und nationale Identität eng verwoben waren und lokale Helden verehrt wurden.
Das Gelände liegt in der Nähe des Comer Sees und dient als Heimspielstätte für die Mannschaft Como 1907. Größere Umbauarbeiten sind notwendig, um das Stadion an die Standards der höchsten italienischen Fußballliga anzupassen.
Im Jahr 2002 wurde die ursprüngliche Leichtathletikbahn entfernt, wodurch die Zuschauertribünen deutlich näher an das Spielfeld rückten. Diese Anpassung veränderte die Atmosphäre grundlegend, da die Distanz zwischen Publikum und Spielern erheblich verringert wurde.
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