Qusair 'Amra, Wüstenpalast im östlichen Az Zarqa, Jordanien.
Qasr Amra ist ein niedriger Bau aus Kalkstein und Basalt, der Rest einer größeren Anlage mit einer rechteckigen Audienzhalle und einem Badehaus aus drei Räumen. Der Nordblock hat eine dreifach gewölbte Decke über dem Haupteingang, und die Westflügel tragen kleinere Gewölbe und Kuppeln. Das grobe Mauerwerk aus Gips-Kalk-Mörtel folgt einer sasanidischen Bautradition.
Zwischen 723 und 743 von Walid ibn Yazid, dem späteren Umayyadenkalifen Walid II., erbaut, war Qusayr 'Amra Teil eines größeren Komplexes mit einer Burg und einem Badehaus. Es wurde 1898 von Alois Musil wiederentdeckt und 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Die Wände zeigen Freskenmalereien mit Jagdszenen, alltäglichen Aktivitäten und Porträts, begleitet von Inschriften in Griechisch und Arabisch. Diese Kunstwerke geben Einblick in das Leben und die Vorlieben der Herrscher zur Umayyaden-Zeit.
Die Anlage befindet sich etwa 85 Kilometer von Amman entfernt und ist über die Autobahn 40 zu erreichen. Besucher sollten angemessene Kleidung für die Hitze mitnehmen und die Besuchszeiten im Voraus planen, da der Ort in einer isolierten Wüstengegend liegt.
Die Kuppel des Caldarium zeigt eine der frühesten bekannten Himmelskarten, die an einer Gewölbedecke gemalt sind und die nördliche Hemisphäre darstellen. Diese astronomische Darstellung ist bemerkenswert, da sie zeigt, dass solches Wissen in dieser frühen Zeit vorhanden war.
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