Siq, Natürliche Canyoneingang in Petra, Jordanien
Der Siq ist eine natürliche geologische Verwerfung, die durch tektonische Kräfte auseinanderbrach und nicht vom Wasser geformt wurde; die Schlucht ist 1,2 km lang, an manchen Stellen höchstens 3 Meter breit, und ihre Wände sind 91 bis 182 Meter hoch. Sie endet an Al-Khazneh (dem Schatzhaus), dessen hellrosa gemeißelte Fassade mit Dreiecksgiebel und Säulen auf dem Grund der Schlucht steht.
Der Siq ist eine natürliche geologische Verwerfung, die durch tektonische Kräfte aufgerissen wurde, nicht durch Erosion; erst später glättete Wasser die Wände. Die Nabatäer nutzten ihn als Karawaneneingang nach Petra und regulierten den Wadi Musa zwischen dem 1. Jahrhundert v. Chr. und dem frühen 1. Jahrhundert n. Chr. mit einem Damm an seiner Mündung. Der monumentale Bogen dort stürzte beim Erdbeben von 1896 ein, und der Damm wurde 1963 und 1991 rekonstruiert.
Der Name al-Siq bedeutet „der Schacht“. An beiden Wänden liegen Votivnischen mit Baityloi, was zeigt, dass die Schlucht für die Nabatäer heilig war. 1998 wurden beim Tieferlegen des Weges fast lebensgroße Statuen zweier Kaufleute freigelegt, die je zwei Kamele führen; ihre oberen Teile sind stark verwittert.
Das Gehen durch die Schlucht dauert etwa eine halbe Stunde und die Wege können in der Hitze des Mittags anstrengend sein. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk zu tragen und ausreichend Wasser mitzunehmen, da es unterwegs kaum Schatten gibt.
Der Siq ist eine natürliche tektonische Verwerfung, kein vom Wasser gegrabener Slot-Canyon; das Wasser glättete ihn erst später. Seine Wände sind 91 bis 182 Meter hoch. 1998 legte die Tieferlegung des Weges um mehr als zwei Meter Statuen zweier Kaufleute frei, jeder mit zwei Kamelen, fast lebensgroß und oben stark erodiert.
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