Petra, Archäologische Stätte in Jordanien
Petra ist eine archäologische Stätte im Gouvernement Ma'an in Jordanien, wo mehr als 800 in Sandstein gehauene Bauwerke über eine weite Wüstenlandschaft verteilt liegen. Die direkt in rosafarbene und orange Felswände gemeißelten Fassaden zeigen aufwendige Muster, korinthische Säulen und geometrische Formen, während sich das Gelände durch Schluchten, Hochebenen und Berghänge erstreckt.
Die Nabatäer gründeten die Siedlung im 5. Jahrhundert vor Christus und bauten sie zur Hauptstadt ihres Reiches aus, das sich von der Sinai-Halbinsel bis Damaskus erstreckte. Nach der römischen Annexion im Jahr 106 nach Christus verlor die Stadt allmählich an Bedeutung, bevor Erdbeben im 4. und 6. Jahrhundert viele Bauten beschädigten und den Niedergang beschleunigten.
Besucher erleben heute Petra vor allem als stille Kulisse, in der lokale Beduinenstämme Führungen anbieten, Tee servieren und Reittouren organisieren. Abends finden gelegentlich Konzerte mit Kerzenbeleuchtung am Schatzhaus statt, die eine besondere Atmosphäre schaffen und ein Gefühl für den Ort nach Einbruch der Dunkelheit vermitteln.
Der Zugang führt durch den Siq, einen rund einen Kilometer langen Felsspalt, bevor man das Schatzhaus erreicht, was zu Fuß etwa 45 Minuten dauert. Festes Schuhwerk und Sonnenschutz sind wegen der Hitze und der unebenen Wege ratsam, während eine vollständige Besichtigung bis zum Kloster drei bis vier Stunden in Anspruch nimmt.
Ein ausgeklügeltes Wassernetz aus mehr als 200 Zisternen, Kanälen und Dämmen ermöglichte es den Nabatäern, Regenwasser in dieser trockenen Gegend zu sammeln und zu verteilen. Einige dieser alten Leitungen funktionieren noch heute während heftiger Regenfälle und belegen die Ingenieurkunst einer Zivilisation, die in einem Gebiet mit sehr wenig jährlichem Niederschlag lebte.
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