Zaatari, Flüchtlingslager im Gouvernement Mafraq, Jordanien.
Zaatari ist ein Flüchtlingslager im Gouvernement Mafraq in Jordanien, das auf Wüstengelände errichtet wurde und als Zufluchtsort für syrische Familien dient. Das Gelände ist in mehrere Bereiche unterteilt, mit Wohnunterkünften aus festem Material, die sich entlang von Straßen aufreihen, sowie Gemeinschaftseinrichtungen wie Gesundheitszentren, Schulgebäuden und Marktplätzen.
Die Einrichtung wurde im Juli 2012 als schnelle Reaktion auf den Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien eröffnet und nahm anfangs Tausende von Menschen auf, die über die Grenze flohen. In den folgenden Monaten wuchs das Lager rapide an und erreichte Anfang 2013 seine höchste Belegung mit über 150.000 Bewohnern.
Innerhalb des Lagers pflegen die Bewohner weiterhin syrische Bräuche durch gemeinsame Feste, Hochzeiten und religiöse Feiern. Viele Kinder besuchen hier die Schule und lernen neben Arabisch auch Fremdsprachen, während Erwachsene an Kursen teilnehmen können, die traditionelles Handwerk oder neue Fertigkeiten vermitteln.
Der Zugang zum Gebiet ist beschränkt und unterliegt behördlichen Regelungen, daher sollten Besucher im Voraus eine Genehmigung von den zuständigen Organisationen einholen. Das Klima ist extrem, mit heißen Sommern und kalten Wintern, weshalb wetterangepasste Kleidung und ausreichend Wasser empfohlen werden.
Bewohner haben im Laufe der Jahre tausende kleine Geschäfte gegründet, darunter Cafés, Friseure und Lebensmittelläden, wodurch eine Art informeller Marktstraße mit eigenem Wirtschaftskreislauf entstand. Diese Geschäftstätigkeit bringt Leben in die sonst kargen Straßen und zeigt den Unternehmergeist der Menschen, die hier auf Dauer leben.
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