Japanische Alpen, Gebirgskette in Zentral-Honshu, Japan
Die Japanischen Alpen sind eine Gebirgsformation aus drei parallelen Ketten im Zentrum von Honshu, die sich über sechs Präfekturen erstreckt und mehr als 20 Gipfel über 3000 m Höhe umfasst. Die drei Teilgebirge Hida, Kiso und Akaishi bilden eine natürliche Trennlinie zwischen der Küste am Japanischen Meer und der Pazifikküste, mit tiefen Tälern und Flüssen, die zwischen den Kämmen verlaufen.
Ein englischer Archäologe namens William Gowland gab dieser Bergregion in den 1860er-Jahren den Namen, der an die europäischen Alpen erinnert. Einige Jahrzehnte später machte der Missionar Walter Weston das Bergsteigen hier populär, indem er in den 1890er-Jahren Berichte über seine Aufstiege veröffentlichte.
Die Einheimischen nennen diese Berge oft nach einzelnen Gipfeln statt nach dem westlichen Begriff, und Wanderer folgen noch heute markierten Wegen, die seit Jahrhunderten von Pilgern genutzt werden. In höher gelegenen Dörfern bearbeiten Familien kleine Felder an steilen Hängen und feiern im Herbst Erntefeste, die den Beginn der Schneesaison ankündigen.
In den Wintermonaten sind mehrere Skigebiete geöffnet, während im Sommer zahlreiche Wanderwege durch die Täler und über die Pässe führen. Die Tateyama-Kurobe-Alpenroute im Norden ermöglicht eine Durchquerung mit verschiedenen Verkehrsmitteln, ohne lange Aufstiege zu Fuß bewältigen zu müssen.
Bis 2012 glaubte die Wissenschaft, dass Japan keine dauerhaften Gletscher besitzt, doch dann wurden sieben kleine Eisformationen am Berg Tsurugi entdeckt. Diese Funde veränderten das Verständnis über das alpine Klima der Inselnation und zeigen, dass auch in niedrigeren Breiten Eis überleben kann.
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