Präfektur Gifu, Präfektur in Zentral-Honshu, Japan
Gifu ist eine Verwaltungseinheit im zentralen Teil der Hauptinsel Honshu, die mehrere Städte, Dörfer und ausgedehnte ländliche Gebiete umfasst. Die Landschaft reicht von flachen Tälern im Süden bis zu bewaldeten Bergen im Norden, durchzogen von Flüssen, die das Gebiet von Ost nach West durchqueren und breite Ebenen bilden.
Die heutigen Grenzen entstanden 1876, als mehrere kleinere Gebiete zusammengelegt wurden, nachdem Feudalherren jahrhundertelang diese Landstriche kontrolliert hatten. Burg Gifu, einst Sitz mächtiger Kriegsherren im 16. Jahrhundert, markiert die lange militärische Bedeutung dieser Region während der Sengoku-Zeit.
In lokalen Werkstätten fertigen Handwerker Mino-Papier nach Methoden, die seit Jahrhunderten weitergegeben werden, und Besucher können den Herstellungsprozess oft direkt beobachten. In ländlichen Gebieten prägen Holzhäuser und Reisfelder das Alltagsbild, während kleinere Städte noch traditionelle Märkte und Feste pflegen, die Einheimische regelmäßig besuchen.
Größere Bahnhöfe im südlichen Teil der Region ermöglichen Anschluss an Fernverbindungen, während kleinere Orte im Norden eher mit lokalen Bussen oder Mietwagen zu erreichen sind. Wer bergige Gebiete erkunden möchte, sollte festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung mitbringen, da sich das Klima mit der Höhenlage schnell ändert.
Im Sommer praktizieren Fischer auf dem Nagara-Fluss eine alte Methode, bei der sie Kormorane einsetzen, um Fische bei Nacht zu fangen, und Zuschauer können diesen seltenen Vorgang vom Ufer oder von Booten aus beobachten. Mehrere abgelegene Dörfer im Norden liegen so tief im Gebirge, dass sie monatelang von Schnee eingeschlossen sein können, was ihre Lebensweise stark prägt.
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