Provinz Izumo, Historische Provinz im westlichen Honshu, Japan
Izumo ist eine historische Provinz im westlichen Teil der Insel Honshu in Japan, die heute das östliche Gebiet der Präfektur Shimane bildet. Das Gebiet liegt entlang der Küste des Japanischen Meeres und umfasst flache Ebenen am Wasser sowie hügelige Landschaften im Landesinneren.
Die Provinz wurde im Jahr 710 während der Nara-Zeit als Verwaltungseinheit eingerichtet, mit Izumo Kokufu als Hauptstadt. Diese Einteilung blieb bis zur Meiji-Reform im späten 19. Jahrhundert bestehen, als die alten Provinzen durch das moderne Präfektursystem ersetzt wurden.
Der Izumo-Taisha-Schrein zieht Pilger aus dem ganzen Land an, die vor einem riesigen gedrehten Strohseil aus Reisstroh beten, das jährlich erneuert wird. Besucher erleben hier die ältesten noch praktizierten Rituale des japanischen Shinto, bei denen Priester in weißen Gewändern feierliche Zeremonien abhalten.
Reisende erreichen die Region mit direkten Zugverbindungen von größeren Städten wie Osaka oder Okayama aus, wobei die Fahrt mehrere Stunden dauern kann. Lokale Busse verbinden kleinere Orte miteinander, und ein Auto bietet mehr Flexibilität für abgelegene Schreine und Küstenabschnitte.
Die Region gilt in der japanischen Mythologie als Ort des Eingangs zur Unterwelt Yomi, den der Gott Izanagi mit einem Felsbrocken versiegelt haben soll. Dieser mythische Ort wird mit einer Höhle in den Bergen in Verbindung gebracht, die Besucher noch heute aufsuchen.
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